Über uns
LebensLinien 60+ ist die Online-Beratung des Arbeitskreis Leben e.V. (AKL) Reutlingen/Tübingen für Menschen ab 60 Jahren, die sich in akuten Krisen befinden, trauern, einsam sind oder am Leben zweifeln.
Arbeitskreis Leben e.V. Reutlingen/Tübingen
Seit 1976 bietet der AKL Reutlingen / Tübingen suizidgefährdeten Menschen und Menschen in Lebenskrisen Hilfe und Unterstützung an.
Der Verein unterhält je eine Krisenberatungsstelle in Reutlingen, Tübingen, eine Nebenstelle in Balingen (Zollern-Alb-Kreis) sowie die Online Jugendberatung Youth-Life-Life und LebensLinien 60+.
Der AKL ist als gemeinnützig und mildtätig anerkannt und weltanschaulich nicht gebunden. Dachverband ist der Deutsche Paritätische Wohlfahrtsverband (DPWV). Der AKL ist Mitglied in der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention (DGS), im Nationalen Suizidpräventionsprogramm für Deutschland (NaSpro) und im Bündnis gegen Depression Neckar-Alb e.V.
Kooperation
Die Krisenberatungsstellen und die Online Jugendberatung im Arbeitskreis Leben sind Bestandteil des psychosozialen Systems der Landkreise Reutlingen und Tübingen. Kooperationen bestehen mit Telefonseelsorge, Kliniken, Ärzten, Beratungsstellen und anderen Institutionen.
Unser Angebot ist
- leicht nutzbar
- jederzeit und absolut anonym erreichbar
- datengeschützt und sicher
- vertraulich, individuell und persönlich
Was wir in der Beratung anbieten:
- die ausführliche Beantwortung jeder einzelnen Mail
- eine verlässliche, vertrauensvolle und sehr persönliche Begleitung durch eine etwa gleichaltrige Beraterin oder gleichaltrigen Berater
- Wertschätzung, Einfühlung, Offenheit
- Zeit und Raum
- Dasein und Aushalten können
- Fragen, die zum Nachdenken anregen und Veränderungen in Gang setzen können
- Informationen und Links zu anderen Beratungsangeboten
Was wir nicht anbieten:
- schnelle Tipps, rezeptartige Ratschläge oder pauschale Lösungen
- Chat-, Foren- oder Telefonberatung
- akute Krisenintervention vor Ort
- Einschalten von Dritten oder Aktionen, ohne den Wunsch der Schreibenden
- Brieffreundschaften
Unser Konzept ist
- von etwa gleichaltrigen Ehrenamtlichen für Menschen ab 60 Jahren
- online
- anonym
Das Besondere bei uns ist das „Peer-Konzept“: alle Beraterinnen und Berater sind selbst in einer ähnlichen Lebensphase wie unsere Klient*innen und damit als etwa gleichaltrige „Peers“ Ansprechpartner*innen.
Weil Menschen ab 60 Jahren besonders betroffen von Suizidalität sind. Knapp die Hälfte aller Suizide in Deutschland geschehen durch einen Menschen über 60 Jahre.
Weil in Deutschland jedes Jahr circa 10.000 Menschen durch Suizid sterben, über zehnmal so viele Suizidversuche gibt es. Leider ist Suizidalität in unserer Gesellschaft immer noch ein Tabuthema. Deshalb gilt: darüber reden kann Leben retten.
Weil es so einfacher ist, sich Hilfe zu suchen! Bei uns braucht man lediglich einen Nicknamen und ein Passwort und kann losschreiben. Onlineberatung ist wie ein Tagebuch, das antwortet. Alles darf Thema sein, jederzeit und von überall her – niemand erfährt, wer, was und wann jemand schreibt und man muss dabei niemandem in die Augen schauen.
Unser Team
Zum Team von LebensLinien 60+ gehören neben den ehrenamtlichen Peer-Berater*innen auch die pädagogisch-therapeutischen Fachkräfte.
Die Peer-Berater*innen sind ehrenamtlich tätige Menschen im Alter ab 55 Jahren. Sie wurden in einer 75-stündigen Schulung als Krisenbegleiter umfassend auf ihr Ehrenamt vorbereitet. So können sie als Beratende kompetent im Onlinekontakt zur Seite stehen. Darüber hinaus profitieren sie auch selbst von ihrem Engagement und entwickeln viele wertvolle Kompetenzen für ihr eigenes Leben.
Die Fachkräfte in unserem Team sind pädagogisch-therapeutisch ausgebildet. Dadurch wird sichergestellt, dass die Peer-Berater*innen jederzeit eine*n kompetente*n Ansprechpartner*in haben. Alle Mails werden gemeinsam besprochen und erst danach versendet. Neben der Ausbildung und Supervision der Peer-Berater*innen sind die Fachkräfte auch für die gesamte Organisation sowie die konzeptionelle Weiterentwicklung von LebensLinien 60+ verantwortlich.
Wissenschaftlich begleitet
Als Modellprojekt wird LebensLinien 60+ von Beginn an wissenschaftlich begleitet, insbesondere in Zusammenarbeit mit der Universität Mainz in Kooperation mit Prof. Dr. Marc Weinhardt. Untersucht wird in erster Linie wie die Ratsuchenden die Beratung und den Kontakt zu den Peer-Berater*innen wahrnehmen und ob verallgemeinerbare Schlussfolgerungen für die Gestaltung von Suizidpräventionsangeboten von älteren Menschen gezogen werden können.
Vernetzung und Kooperation
LebensLinien 60+ ist von Anfang an in vielschichtige Kooperationsstrukturen eingebettet – online und offline. Diese Vernetzung dient dem fachlichen Austausch, der Qualität des Beratungsangebotes und, um aktuelle Entwicklungen sowie den Stand der Forschung zu verfolgen.
Qualitätssicherung
Alle Mitarbeitenden bei LebensLinien 60+ verfügen über qualifizierte Ausbildungen und sind verpflichtet, regelmäßige Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen sowie Supervision in Anspruch zu nehmen.

